Frostfrust

Wie gern hätte ich heute einen alten Schlafanzug aus meiner Kindheit an. Frotté. Flauschig. November und Februar sind gleichermaßen schlimm. Nur, dass man im Februar wenigstens weiß, dass der März bevorsteht. Da sind wir alle schon weiß 3000, von dem vielen Dunkel. Käsig freuen wir uns dann auf den Frühling. Der verspricht mehr Licht, längere Tage, Wärme. Und mehr Raum. Ab jetzt pendeln wir für Monate nur zwischen den warmen Spots. Alles verkleinert sich. Draußen ist man nur kurz mal schnell, Schultern hochgezogen. Ich habe mir extra einen begehbaren Schlafsack gekauft. Eine dicke, lange Daunenjacke. Damit war ich heute sogar im Wald und habe über die doch sehr gelben Blätter gestaunt. Meine Begleitung ging als Grizzlybär. Das sah schon witzig aus und ist halt die Alternative zum begehbaren Schlafsack. Unterm Strich find ich das aber grad alles sehr kalt und doof. Und krank ist auch schon wieder jemand. Abwechslung hin oder her. Ofenwärme, Tee und Plätzchen hin und her. Ich mag November bis Februar nicht. Von Winterdekoration zu Winterdepression ist es nicht weit. Ich will jetzt sofort an den verdammten Äquator. Ich geh bald ins Solarium.

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